Eignungstest für die Ausbildung zum Schul- & Therapiebegleithund
Tiergestützte Arbeit (TGA) – Akademie Hundeschule38
Der Eignungstest ist Voraussetzung für die Teilnahme an der Ausbildung für Schul- & Therapiebegleithund-Teams (Tiergestützte Arbeit, TGA).
Er dient einer fachlichen Einschätzung, ob ein Hund grundsätzlich geeignet und entwicklungsfähig ist für einen späteren Einsatz im schulischen oder therapeutischen Kontext – und worauf im weiteren Ausbildungsprozess besonders zu achten ist.
Der Test ist keine Prüfung, sondern eine strukturierte Momentaufnahme mit individuellem, wertschätzendem Feedback.
Warum ein Eignungstest?
Der Einsatz von Hunden im sozialen Kontext stellt besondere Anforderungen: an den Hund, an den Menschen und an das Zusammenspiel beider.
Der Eignungstest hilft dabei,
- Ressourcen und Stärken des Hundes sichtbar zu machen,
- mögliche Belastungspunkte frühzeitig zu erkennen,
- realistisch einzuschätzen, ob und in welchem Rahmen ein Einsatz sinnvoll sein kann,
- eine fundierte Grundlage für die Ausbildung zu schaffen.
Ziel ist keine Selektion um jeden Preis, sondern eine verantwortungsvolle Einschätzung – im Sinne von Hund, Mensch und späterem Einsatzfeld.
Worum geht es im Eignungstest – und worum nicht?
Der Eignungstest prüft nicht:
- Gehorsam auf Prüfungsniveau
- „Perfektion“ oder besondere Vorkenntnisse
- ob ein Hund schon einsatzbereit ist
Der Eignungstest betrachtet:
- ob der Hund grundsätzlich entwicklungsfähig ist für tiergestützte Arbeit,
- wie das Mensch-Hund-Team miteinander umgeht,
- und welche Rahmenbedingungen für einen sinnvollen Einsatz wichtig sind.
Was wird im Eignungstest eingeschätzt?
Der Eignungstest umfasst verschiedene Beobachtungs- und Einschätzungselemente, u. a.:
- Verhalten des Hundes in ruhiger und leicht belebter Umgebung
- Orientierung und Zusammenarbeit im Mensch-Hund-Team
- Lernbereitschaft und Motivation
- Umgang mit Nähe, Berührung und fremden Personen
- Reaktionen auf Umweltreize und Materialien
- Fähigkeit zur Selbstregulation nach Aktivierung
- allgemeine Stressanzeichen und Bewältigungsstrategien
Die Einschätzung erfolgt immer im Zusammenhang mit dem konkreten Mensch-Hund-Team und dem geplanten Einsatzkontext.
Ablauf des Eignungstests
- praktische Einschätzung im Einzelsetting
- begleitende Beobachtung des Mensch-Hund-Teams
- persönliches Feedback-Gespräch im Anschluss
- schriftliche Einschätzung mit:
- fachlicher Einordnung
- Empfehlungen für die Ausbildung
- ggf. Hinweisen zu weiterführendem Training
Dauer: ca. 60 Minuten (zuzüglich Auswertung)
Voraussetzungen für den Eignungstest
- Hund gesundheitlich belastbar
- ausgefülltes Formular zur tierärztlichen Gesundheitsuntersuchung
- gültige Haftpflichtversicherung für den Hund
🛈 Der Hund muss nicht fertig ausgebildet sein.
Entscheidend ist die grundsätzliche Eignung und Entwicklungsfähigkeit im jeweiligen Kontext.
Mögliche Ergebnisse
Der Eignungstest kann zu unterschiedlichen Einschätzungen führen, z. B.:
- Teilnahme an der Ausbildung empfohlen
- Teilnahme empfohlen mit bestimmten Schwerpunkten oder Auflagen
- Empfehlung, vor einer Ausbildung gezielt an einzelnen Punkten zu arbeiten
- Empfehlung gegen eine Teilnahme zum aktuellen Zeitpunkt
Alle Einschätzungen werden transparent, wertschätzend und nachvollziehbar kommuniziert.
Kosten
150 €
Die Kosten für den Eignungstest werden bei Teilnahme an der Ausbildung vollständig auf die Ausbildungskosten angerechnet.
Gut zu wissen
- Der Eignungstest ist ein Einzeltermin.
- Er verpflichtet nicht automatisch zur Teilnahme an der Ausbildung.
- Auch bei Nicht-Teilnahme erhältst du eine fundierte fachliche Einschätzung als Grundlage für weitere Entscheidungen.
Nächster Schritt
Wenn du prüfen möchtest, ob die Ausbildung zur tiergestützten Arbeit grundsätzlich zu dir und deinem Hund passt:
Termine & Infos


